Graffiti-Kunst – eine Entwicklung unter zeithistorischer Betrachtung

Wenn Sie heute von Graffiti-Kunst sprechen, dann werden verschiedene Begriffe dafür verwendet. Das hat auch damit zu tun, weil sich die Graffiti-Kunst im Laufe der Zeit von einer in weiten Teilen der Bevölkerung mit Verachtung wahrgenommenen Kunst assoziiert hatte. In den 1970 er Jahren war die Graffiti-Kunst nicht unter dem Begriff von Kunstmalerei zu verstehen. Viel eher wurde Graffiti als Protestaktion wahrgenommen, weil die damalige Punkszene ihre Statements an vielen Ecken der Stadt hinterließen und bei der örtlichen Bevölkerung für Unruhe sorgte. Die Graffiti-Malerei wurde jedoch im Laufe der Zeit besser und gilt heute sogar als Street Art, die im Städtetourismus eine treibende Kraft darstellt. Die Anfänge der Graffiti-Kunst reicht aber noch weiter bis in die 1960 er Jahre zurück.

Ursprünge in New York

Mit dem Beginn der 1970 er Jahre gelangte auch durch die Hip-Hop Bewegung mehr Schwung in die Malerei, weil diese mit der Musik zusammengesetzt wurde. Wenn man sich mit den Ursprüngen der Graffiti-Kunst auseinandersetzt, dann kommt man unweigerlich auf den Namen „Taki 183“. Er wird historisch betrachtet mit dem Ursprung von Graffiti-Kunst in Verbindung gebracht, obwohl es sachlich gesehen nicht gerechtfertigt ist. Es handelte sich um einen Pizza-Lieferanten, der an den von ihm belieferten Häuserblöcken in New York Nachrichten hinterließ. Die Kunst hinterließ auch Eindruck in der Kunstszene und man schloss sich an. Man wähle fortan nicht nur Hausmauern, sondern auch Züge und mehr prestige-prächtige Einrichtungen. Über New York fanden die Graffiti Künstler auch den Weg nach Europa und mit der aufstrebenden Punk-Bewegung kam erst so richtig Schwung auf. Die Graffiti-Kunst wurde fortan durch die europäische Hip-Hop Kultur übernommen und verselbständigte sich. Darüber hinaus hat es aber nicht nur London erwischt, sondern die gesamte Graffiti-Kultur wurde über den gesamten Kontinent getragen. Von diesem Weg war es auch zur Street Art nicht mehr weit.

Von der Graffiti-Kunst zur Street Art

Zur Street Art wurde Graffiti als man es als Kunst wertschätzte. Heute fördert die Politik aktiv diese Kunst als Street Art und wählt bewusst Stadtviertel aus, die mit Wandmalerei bedacht wird. Bekanntestes Stadtviertel für die moderne Street Art ist vermutlich der Londoner Stadtteil Shoreditch.