01 Februar 2012 ~ 3 Kommentare

Content ist auch ohne Besucher schon King

Google schreibt in seinem Handbuch zur Suchmaschinenoptimierung irgendwo sinngemäß, dass man statt diverser Tricks und Manipulationsversuchen (dazu zählt wohl auch Linktausch) einfach guten Content bringen sollte, dann würde man schon von alleine und ganz natürlich von anderen verlinkt werden.

Auch wenn das in der heutigen SEO-verseuchten Internetwelt eine sehr simple Anschauungsweise ist, stimmt das prinzipiell. Daher will ich diesen Punkt auch nochmals aufgreifen. Ich war selbst oft viel zu ungeduldig und der Meinung “ich ziehe jetzt diesen Blog hier gerade hoch, ich brauche sofort Besucher”. Das ist natürlich Bullshit. Aber man kommt nicht umhin sich zu denken “wenn das hier niemand liest, warum soll ich dann überhaupt etwas schreiben?”. Eine berechtigte Sorge, die sicher viele angehende Blogger schon hatten.

Hier heißt es für den Anfang aber einfach: Ignoriert eure Bedenken! Am besten ist es, wenn man einen Blog aus Spaß an der Freude startet, einfach um ein Ventil für seine Gedanken zu haben. Seht es als Monolog oder sonstwie, denkt aber zunächst gar nicht an mögliche Besucher! Der Googlebot ist ein fleißiges Tierchen und besucht eine Website schon recht häufig mit der Zeit. Wenn hier nach und nach immer mehr und immer neuer Content zu finden ist, dann fällt das auch Google auf. Hat man erst einmal eine gute Basis an Blogartikeln aufgebaut, diese in diversen Kategorien eingeordnet und ein paar Schlagwörter vergeben, wird man in der Regel wirklich irgendwann über einige der vielen somit entstandenen Keywords auch mal über Google gefunden werden. Mal ganz davon abgesehen dass mögliche Besucher sich deutlich “wohler fühlen”, wenn sie merken, dass ein Blog auch gepflegt und immer aktualisiert wird.

Allein dadurch wird man vermutlich in den meisten Fällen zwar noch keine Besucherrekorde aufstellen (also ohne weitere SEO-Bemühungen, Werbung, Links durch andere), aber dies ist einfach die Basis für alles. Content ist quasi Kapital. Also immer fleißig weiterschreiben! Auf die eine oder andere Art wird das mit der Zeit schon hononiert werden. Es schadet dann natürlich auch nicht, wenn man ein geeignetes Statistiktool installiert hat (bei WordPress z.B. einfach die WordPress Stats, oder aber ganz allgemein beispielsweise Piwik). Hier sieht man dann recht schnell, welche Texte über welche Keywords angesteuert wurden und kann damit natürlich auch abschätzen, welche Themen die Besucher dazu animieren, die Seite zu besuchen.

Und wenn man erst einmal genug Content vorzuweisen hat, werden auch die üblichen Verdächtigen “SEO-Gauner” nicht mehr lange auf sich warten lassen, die bezahlte Blogposts bei euch einkaufen wollen 😉 Wenn man diesen Punkt erreicht hat, ist das ein gutes Indiz dafür, vielleicht nicht alles falsch gemacht zu haben 😉

greg

Blogger bei kleingebloggt
Servus! Mein Name ist Michael Gregor, ich bin E-Commerce Student an der FHWS, Blogger, Webworker und schon IT-Geek seit ich 1994 meinen ersten 386er hatte 🙂

3 Kommentare zu “Content ist auch ohne Besucher schon King”

  1. max von Berufsbekleidung.net 6 Februar 2012 at 11:45 Permalink

    Ich gebe Dir völlig Recht – der gute Content ist die Grundlage für eine stabile Webseite. Aber was ist guter Content aus Sicht der Suchmaschinen?

    Man sollte sich aus meiner Sicht schon ein wenig mit Überschriften, Absätzen, Aufzählungen… – also kurzum mit hierarchischen Mittel und Text strukturierenden Mittel befassen bevor man wild drauf los schreibt.

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit gut strukturierten Texten gemacht. Es fällt Lesern und Suchmaschienen leichter einen schnellen Überblick über den Inhalt der Seite zu bekommen. Mehrwert für beide “Besucherarten” ohne “SEO-Gaunerei”.

    Wenn Google einzigartigen Content wünscht ist das eben nicht nur inhaltlich gemeint, sondern eben auch in der Aufbereitung. Bilder, Videos u.v.m. können ebenfalls sehr schön aufwerten.

    Also:

    Content is King – mach euren Content auch zum King.

    viel Spass und Erfolg 🙂

    Ach ja – verkaufst Du schon Blogposts? 😉

  2. Hans-Joachim 19 Februar 2012 at 00:59 Permalink

    Hallo,
    hier meldet sich mal einer der Seo-Gauner 😉
    Ich denke man kann es schlecht so pauschalisieren. Wenn jemand einfach nur just for fun bloggt, dann ist es für ihn sicher kein Beinbruch wenn er nicht sofort viele Besucher hat (obwohl es auch demotivierend sein kann). Wer aber Geld mit seinem Blog verdienen will, der braucht Besucher. Denn ohne Besucher verdient er nichts.
    Diese 2 verschiedenen Blogger Typen muss man meiner Meinung nach etwas auseinander halten.

    Content ist ohne Frage immer wichtig. Aber die Besucher müssen den Content auch finden können. Denn was nutzt der beste Content, wenn ihn niemand zu sehen bekommt?
    Und leider funktioniert es oft nicht so wie Google es sich wünscht, dass viele Leute freiwillig verlinken würden. Linkgeiz ist leider weit verbreitet in Deutschland.

    Viele Grüße,
    Hans-Joachim

  3. Remo 14 September 2012 at 23:01 Permalink

    Ja, die Tendenz geht – endlich dahin – daß es nicht mehr nur nach Suchmaschinenoptimierung geht, sondern um Inhalt.

    Was auch sehr stark von Googel gewichtet wird, ist, daß eine Seite “lebt”, also, daß sich laufend was an ihr ändert, daß neue Beiträge kommen usw. usf.

    Das ist bei statischen Webseiten zwar völliger Schwachsinn. Nehmen wir z. B. eine Webseite einer Tochtergesellschaft von uns, http://www.Fenchel.ch.

    Was ändert sich schon großartig an Fenchel? Nichts. Der Anbau bleibt gleich. Fenchel wird auch in 100 Jahren wohl noch ähnlich schmecken (außer vllt., es kommt man was gentechnisch verändertes auf den Markt und Fenchel schmeckt dann wie ne Tomate oder so). Und auch Fencheltee wird immer nach Fencheltee schmecken. Aktuelle Nachrichten zu Fenchel gibt es auch nicht und allenfalls mal eine paar neue Rezepte kann man publizieren.

    Das Problem ist zusätzlich, daß – wenn die Seite mit einem Blogprogramm aufgesetzt wäre wie etwa Wordpreß oder vllt. auch Flatpress, dann würde sie massiv höher eingestuft.

    Googel diskriminiert m. E. andere Systeme gegenüber Wordpreß massiv. Vermutlich weil WordPress den Suchrobotern entgegenkommt bei der Auswertung.

    Aber für eine statische Seite wie Fenchel.ch extra einen Blog aufsetzen und zuvor eine Datenbank einrichten?


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