13 April 2011 ~ noch keine Kommentare

Ideenfindung allgemein und die Besetzung von Nischen

Wenn es darum geht, ein Projekt, eine Webseite oder Blog aufzubauen, mit dem man schließlich Geld verdienen möchte, dann steht am Anfang die passende Idee. Und hier wirds schon nicht so einfach. Ich weiß noch ganz gut, wie ich früher auch immer auf der Suche nach DER Idee war, mit dem Wunschdenken “Mensch, da muss es doch irgendwo im Internet eine Liste geben, mit den besten Ideen überhaupt, die mache ich dann einfach” 😉 Doch wenn es so wäre, wären wir ja schließlich alle schon reich, ich würde hier nicht aus Spaß an der Freude bloggen (obwohl, wer weiß) und ihr würdet es nicht lesen. Ist aber nicht so. Mist.

Also müssen wir eben eine Stufe eher einsteigen und überlegen uns mal, wie man nun auf gute Ideen kommt. Etwas zu machen, in dem man sich auskennt, das einem Spaß macht, wäre schon mal ein guter Ansatz. Wenn ich eine Seite über Südafrika machen möchte, um dann durch Integration von Reisewerbung (z.B. Flugvergleiche) zu profitieren, sollte ich auch ein wenig Ahnung davon haben. Klar, dem “typischen SEO” wäre das vermutlich egal, er würde sich ein paar Texte einkaufen – Texter kann man praktisch überall relativ günstig anheuern – und die Seite nach allen Regeln der Kunst auf Suchbegriffe (“Keywords”) wie “Afrika”, „Reisen Afrika“ oder was auch immer optimieren.

Als Anfänger sollte man hier aber vorallem ehrlicher anfangen, eben mit etwas das man kann. Eine gute Idee kommt aber trotzdem nicht auf Kommando, daher ist die richtige Inspiration wichtig. Denn nur weil ich gut darin bin, abends ein Sixpack wegzumachen – und das macht mir ja sogar auch noch Spaß – kann ich daraus nicht ohne weiteres eine brauchbare Homepage machen. Einen kleinen “Marktplatz” für Ideen habe ich in eBay gefunden. In der Business-Kategorie findet man Domains & Geschäftsverkäufe, darunter wiederrum auch komplette Webprojekte. Und wenn man sich dann auch noch die bereits beendeten Angebote anzeigen lässt, kann das manchmal einen interessanten Eindruck geben, wofür Leute bereit sind zu zahlen. Das meiste ist zwar ziemlicher Blödsinn, aber wenn einem mal langweilig ist, kann man hier durchaus ein wenig schmökern.

Mir persönlich hilft es auch oft, mir eine Tonne an wirklich tollen Webdesigns anzuschauen. Dafür gibt es auch ein paar nette Blogs, wie z.B. 1stwebdesigner, die immer wieder Artikel bringen wie 45 Awesome And Creative CSS Based Layouts For Inspiration.

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber wenn ich an eine bestimmte Art von Webseite denke, habe ich meistens schon ganz unterbewusst ein Bild im Kopf, wie diese aussehen müsste. Und auch anders herum funktioniert das manchmal, insofern kann es nicht schaden, sich zur Inspiration mal einige Designs anzusehen. Aber das nur am Rande.

Mein ganz persönlicher Tipp: Mut zur Nische! Als kleiner Mann hat man keine Chance, wenn man eine Webseite zum Thema “Handy” ganz oben bei Google platzieren möchte. Oder aber Hardware Shop, Notebook, Rabatt, Girokonto, Auto, Preisvergleich, Games und so weiter. Das sind Gebiete, die schon so oft umgepflügt wurden, dass hier nichts neues mehr wächst. Marktnischen aber sind immer wieder eine Chance, also eine Spezialisierung auf ein Gebiet. Mir fallen spontan wenige Beispiele ein, aber mit spezielleren Projektideen wie “Osterkerzen” oder “Bierdeckeldruckservice” dürfte man wohl weitaus größere Chancen auf Erfolg haben. Solche Suchwörter sind einfach nicht so sehr umkämpft, man hat also mit genügend Fleiß und Arbeit die Chance auf richtig gute Platzierungen bei Google und hat darüberhinaus den Vorteil, wenig Konkurrenz um sich zu haben. Zudem ist es natürlich einfacher, sich um ein Randthema zu kümmern, weil man hier leichter einen Einstieg findet.

Natürlich waren meine Vorschläge gerade vermutlich ziemlicher Mist, aber ganz aus dem Stegreif fällt mir auch nicht viel ein, ohne eventuell gute Ideen auszuplaudern, die mir selbst im Kopf herumschwirren. Das Prinzip sollte aber klar sein. Ich würde – vorallem für den Anfang – immer mit einem Rand- bzw. Nischenthema beginnen. Hier besteht einfach eine gute Chance, schnell zum “Marktführer” werden zu können und dann kann sich auch ein sehr spezielles Thema zur Geldmaschine entwickeln. Und hier greift letztendlich wieder der Tipp “mache etwas aus deinem Hobby oder Spezialwissen”.

Eine Binsenweisheit zum Schluss, die aber absolut korrekt ist: Angestrengt nach guten Ideen zu suchen funktioniert in den seltensten Fällen. Man sollte sich hier keinen Stress oder Druck machen. Die allerbesten Ideen schreibt der Alltag, meist in ganz einfacher Form wie “Mensch, was ich jetzt gebrauchen könnte wäre … *EinLichtGehtAuf*” 🙂

greg

Blogger bei kleingebloggt
Servus! Mein Name ist Michael Gregor, ich bin E-Commerce Student an der FHWS, Blogger, Webworker und schon IT-Geek seit ich 1994 meinen ersten 386er hatte 🙂

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